Es kommt nicht darauf an woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt

Hallo an die Neugierigen, die diese Seite besuchen um von unserer großen Segelreise zu erfahren.
Wir möchten diese Seite nutzen um alle Daheimgebliebenen, Freunde, Familie und Bekannte an unseren Erlebnissen teilhaben zu lassen, und auch um das Verrückteste, was ich je getan habe, selbst zu reflektieren und zu verarbeiten. Und um euch auf dem Laufenden zu halten.

Da das Projekt mit dem internen Arbeitstitel „Barfuß um die Welt“ (weil wir der Barfußroute folgen wollen) natürlich nicht mal soeben und ohne jegliche Hürden zu planen ist, möchte ich aber auch den aufregenden Weg bis zum heutigen Start der Reise, nicht unerwähnt lassen. Ich fange also erstmal mit einem Zeitsprung in den Mai 2022 an. Sechs Wochen sind vergagen seit wir das erste Mal in Griechenland zur Besichtigung waren. Jetzt sind wir wieder auf dem Weg dorthin :

„“Ich geh dann mal ein Boot kaufen.“ Was für alle, denen ich erzähle warum mein nächster Urlaub nach Griechenland in untouristische Gegenden geht, total unrealistisch und verrückt klingt, ist für mich gerade Realität. Verrückt ist es trotzdem, aber wahr. Und wie es immer mit so großen Plänen ist, ist das Ziel manchmal auf dem Weg gar nicht sichtbar hinter den ganzen Steinen, die da im Weg liegen und weggeräumt werden müssen. Daher muss ich mich manchmal, nach einer Nacht voller Gedanken über To-do-Listen daran erinnern, wofür ich das mache, und dass es wirklich wahr ist, dass ich einfach mal so den Traum einer Weltumsegelung in die Tat umsetze.
Einfach mal so stimmt natürlich nicht, wenn ich mir den Verlauf der letzten 8 Monate angucke. Trotzdem ist es zusammengefasst gar nicht so schwer einen Ausstieg aus dem Alltag zu planen. Das sieht ungefähr so aus: nach dem Entschluss „lass uns doch einfach mal anfangen zu planen und sehen wohin es uns führt“ entsteht eine Liste: Wieviel Geld ist angespart? Wieviel braucht man? Welche fixen Kosten muss man einsparen und wie schafft man das? Und schon ist eine weitere Liste geboren: im Job eine Auszeit beantragen, Versicherungen pausieren, Wohnung kündigen. – für den Abschluss des alten Lebens. Und eine weitere mit den To-Do’s für’s neue Leben:
Ein Boot finden, Versicherungen suchen, Funkscheine machen, Bootsausrüstung finden, Vorratslisten für Verproviantierung schreiben, Routen und Zeiträume recherchieren…
Und dann ist er plötzlich da, der Point of no Return.  Zu aller erst der gedankliche: nach dem man sich einige Monate Geschichten über Aussteiger und Zeitmillionäre reingezogen hat, kann man den Gedanken, ein Sabatical zu machen um um die Welt zu segeln, nicht mehr einfach so ablegen, wieder zum Alltagsdenken zurückkehren, wenn doch der Kopf schon auf den Weltmeeren ist.
Und dann der rein faktische Moment, an dem es kein Zurück mehr gibt: – wenn der halbe Berg bestiegen ist, dreht man nicht wieder um, weil man viel zu viel hinter sich umgeworfen hat. Wenn eine von 2 Wohnungen bereits weg, die Chefs zugestimmt und die Familie eingeweiht ist, ist es eigentlich schon zu spät. Wenn man dann plötzlich mit einem Unterschriebenen Kaufvertrag und einer deutschen Heimat-Hafen Flagge im Flieger nach Athen sitzt um sich mit Gutachter und Verkäufer zu einer Probefahrt zu treffen, dann ist der Punkt tatsächlich vollends überschritten. So sitz ich nun hier und kann es eigentlich gar nicht richtig fassen. Mein Countdown timer zeigt noch knapp 100 Tage bis zum letzten Arbeitstag des Jahres. Die Ebay-Kleinanzeigen Verkäufe florieren und alle Welt weiß Bescheid, dass ich bald weg bin.
Die ersten Seekarten, eine Griechische Gastlandflagge und ein deutsche Heimatflagge sind im Gepäck. Die Aufregung über das Bevorstehende ist groß.“

Da wussten wir noch nicht was uns nach der Entscheidung für den Kauf erwartet und wie viele Herausforderungen noch auf uns zukommen bis wir tatsächlich soweit sind loszufahren. Wir haben uns damals auf dieser Reise nach Griechenland in ein Boot verliebt. Wir haben uns entschieden einen Schritt weiterzugehen und das tatsächlich durchzuziehen. Wir haben einige Steine aus dem Weg geräumt und stehen heute tatsächlich am Hafen und sind bereit mit unserer Celerity in See zu stechen. Alles sehr aufregend.
Fortsetzung folgt…

Celerity – unser neues zu Hause

6 Kommentare bei „Es kommt nicht darauf an woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt“

  1. Ilka Schwerdtfeger sagt: Antworten

    Ich wünsche euch alles Gute, eine tolle Zeit und immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel 😉

  2. Nicita, ich wünsche euch von ganzem Herzen ein fantastisches Abenteuer , eine wunderbare
    und unvergessliche Zeit. Kommt mir bitte gesund und glücklich wieder . Ich bin sehr gespannt eure Reise zu verfolgen und wünsche euch ganz viel Glück und Freude ❤️.

    Eure Jasmin

  3. Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute auf Eurer Reise und freue mich für Euch das ihr so mutig seid und euren Traum Wirklichkeit werden lasst … sehr bewundernswert!!!
    Und Danke, dass Ihr mich auf diesem Weg teilhaben lasst.

  4. Alles Gute für euch! Immer sichere Fahrt, jede Menge Spaß, Erlebnisse und wunderschöne Momente! Liebe Grüße Caro

  5. Schön von Euch zu lesen.

  6. Schön von Euch zu lesen.

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